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Freitag, den 18. Februar 2011 um 00:17 Uhr |
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Ausrufer gab es vermutlich schon im alten Rom, im Mittelalter gehörten sie zum normalen Erscheinungsbild von Städten und Gemarkungen und in manchen armen Ländern gibt es sie noch heute, um Todesfälle o.ä. zu verkünden. Ein Beruf, der einen ernährte, war es wahrscheinlich nicht, wohl eher eine zusätzliche Funktion zu der man amtlich berufen wurde, um die wichtigsten Nachrichten oder Anordnungen schnell im Ort zu verkünden. Früher kamen sie oft auf einem Pferd daher. Sie benutzten eine Trommel, eine Fanfare oder ein Horn, später meist eher eine Handglocke, um auf sich aufmerksam zu machen und um sich Gehör zu verschaffen.
Regional hatte Ausrufer in Deutschland auch unterschiedliche Namen - in Niedersachen nannte man ihn z.B. den Utröper und im Rhein-Main-Gebiet den Ausscheller.
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Auszug aus Dietzenbacher Nachrichten - Artikel 'Versammlung der Ausscheller'
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[...] Alle Fuhrwerke standen schlagartig still, die Gespräche verstummten, wenn der Ausscheller läutete und nach einem „Achtung, Achtung! Folgendes wird bekannt gegeben..." Neuigkeiten und amtliche Bekanntmachungen der Bürgermeisterei ausrief. Das konnte zum Beispiel eine Aufforderung sein, die Schweine wegen der Kälte erst eine Stunde später als sonst ins Freie zu lassen. Aber es kam durchaus auch vor, dass einfach nur verkündet wurde, beim Gemüsehändler Guha gebe es gerade frisches Gemüse, wie sich alteingesessene Dietzenbacher bei einem Erzählcafé 2005 erinnerten. Im Schnitt zog der Ausscheller einmal in der Woche durch das Dorf, eine Respektsperson, auch ohne Uniform. Lukas Altmannsberger soll 1842 der erste Dietzenbacher in dieser Funktion gewesen sein. Bis Mitte der 1950er Jahre war der Ausscheller in den Altstadtgassen unterwegs. [...]
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Ausrufer - Humor

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Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 25. Juni 2011 um 11:16 Uhr |