Die Färber PDF Drucken E-Mail
Samstag, den 22. Januar 2011 um 20:48 Uhr

Arbeit in einer Färberei, Orbis Picture 1840

Es gibt die Schwarzfärber, die Wollfärber, die Tuchfärber, de Schönfärber, die Seidenfärber. Die Färber waren meist in Vierteln der Textilbranche angesiedelt.

Färber, Küsntler: Laage, 1915

Färber in den Niederlanden, Künstler: Luyken, 1750

Schwarzfärber

Schwarzfärber - Künstler: Amman, 1568

Auch Schlechtfärber oder Schlichtfärber genannt.


Färber beim Färben, 1820

 


Die Färbertürme

Die Färbertürme dienten dem Aufhängen langer Stoffbahnen und wurden neben den Färbern auch von den Bleichern der Stadt benutzt. Leider sind heute nicht mehr viele dieser Türme erhalten.

Färberturm in Gera, 1916

Färberturm in Gunzenhausen, um 1940

Konnte man sich keine Färbertürme leisten, wurden die gefärben Stränge und Stoffe auch auf Gestelle oder einem Zaun aufgehängt.


 



Farben

b l a u - Blätter des Farberwaids (Falscher Indigo), Echter Indigo des Indigostrauches

r o t - Krappwurzel (Färberröte), Scharlach der Schildläuse, Cochenille, Eisenrost, Blei, Färberdistel

s c h w a r z - Eisenpfeilspäne, Eisensalze, Kohle, Ruß

g e l b/helles orange- Apfelbaumrinde,  Safran, Orleanbaum

b r a u n / ocker - eisenoxidehaltige Erde, kohlehaltige Erde, Zwiebelschalen, Saft der Katechuakazie, Zichorienwurzel, Tee, Walnussschalen

g r ü n - Grünspan (Kupfer), ist allerdings sehr giftig

l i l a - schwarze Johannisbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren

 

Damit der Stoff oder die Wolle überhaupt die Farbe annimmt müssen diese zunächst gebeizt werden. Dazu verwendet man z.B. Essig, Ammoniak, Pferdeurin, Chrom, Zinn, Eisen, Weinstein, Alaun. Die Beize wird also einem Wasserbottich hinzugefügt, in welchem der Stoff dann ca. 1 Stunde lang die Beize aufsaugt.



 

Färber, Marokko / Rabat 1925

Färber in Indien bei ihrer Arbeit, um 1918


 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 13. März 2012 um 00:13 Uhr
 

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