Die Melker PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 16. März 2011 um 12:42 Uhr

alte MilchkanneDas Melken eines weiblichen Säugetiers ist recht anstrengend und bedarf einiger Handfertigkeit. Aus diesem Grund werden die Kühe heute nicht mehr von Hand gemolken, sondern mit Hilfe von Melkmaschinen. Doch egal ob von Hand oder maschinell - zweimal am Tag muss sein! Einmal morgens und ein weiteres Mal am Nachmittag ...

 



Melken mit der Hand

Der Melker oder die Melkerin sitzen auf einem dreibeinigen Melkschemel neben dem Euter des Tieres. Zunächst wird das Euter mit warmen Wasser abgewaschen und anschließend die Vormilch auf Krankheitsanzeichen untersucht. Nun beginnt das eigentliche Melken. Der Melker zieht und drückt in rhythmischen sanften aber bestimmten Bewegungen an den Zitzen und ahmt das Saugverhaltung der Jungtiere nach. Eine Milchkuh gibt im Schnitt 10-15 Liter Milch pro Tag. Eine Ziege ungefähr 5 Liter.

 



Milchverkauf zu Omas Zeiten

In der Stadt wurde die frisch gemolkene Milch von Milchmädchen verkauft. Da die Milch sich nicht lange frisch hielt und man noch keine schnellen Transportmöglichkeiten besaß, wurden Kühe nicht selten in der Stadt gehalten, um die Stadtbevölkerung mit Milch zu versorgen. Die Milchverkäuferinnen trugen die Milch in zwei großen Eimern an einem Joch, welches sie sich über die Schulter legten, durch die Straßen. Zum Abmessen trugen sie kleinere Gefäße bei sich. Damit ein Kunde nicht den ganzen oben abgesetzen Rahm bekam und der letzte Kunde gänzlich entrahme Milch, wurde vor jedem ausschenken die Milch mit einem Tauchstab umgerührt. Mitunter gab es auch Milchläden, in denen die Leute ihre frische Milch kaufen konnten.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 30. März 2011 um 01:44 Uhr
 

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