P - Berufe

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Neue Beiträge zu 'P - Berufe':



Die Pechler PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 01. Juni 2011 um 16:36 Uhr

Die Aufgabe der Pechler bestand darin, Baumharze zu sammeln. Dazu eigneten sich am besten Nadelbäume wie Fichten und Föhren. Die Harzer pachteten sich von den jeweiligen Waldeigentümern ein gegeignetes Stück Wald, versahen die Stämme mit schräg verlaufenden eingeritzten Kerben, amschließend mit hölzernen Pechscharten und befestigten ein Auffanggefäß daran. Im Sommer trat dann das Harz aus den Kerben aus. Diese mussten immer wieder neu mit einer Dechsel geschlagen werden, damit neues Harz nachfließen konnte. Allerdings mussten die Pechler aufpassen, dass sie nicht zu viel Rinde entfernten, da das sonst die Nutzungsdauer des Baumes verkürzt hätte.

 

Berufsbezeichnungen:

Harzer, Harzscharrer, Pecher, Pechhauer, Pechler

 

Schiffspech, Schusterpech

 

 



 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 01. Juni 2011 um 16:51 Uhr
 
Die Pulvermacher PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 01. Juni 2011 um 11:31 Uhr

Die Pulvermacher stellten Schießpulver und andere Treibmittel für Waffen und Sprengungen her. Es gibt verschiedene Sorten von Schießpulver, z.b. das Schwarzpulver (Holzkohle, Schwefel, Salpeter). Das Schwarzpulver hat seinen Namen nicht von der Farbe, sondern von seinem Erfinder, dem Mönch und Alchimist Bertold Schwarz, erhalten. Verwendet wurde das Schießpulver nachweislich zu Beginn des 14 Jh. Zunächst für militärische Zwecke und erst Ende des 15. Jh. für den Straßenausbau und Anfang des 17 Jh. für Sprengungen im Bergbau.

Zunächst war das Schießpulver sehr fein, weswegen es auch Mehlpulver genannt wurde; dann versuchte man die Eigenschaften des Treibmittels zu verbessern, indem man es gröber machte. Dazu musste man das Salpeter mit Flüssigkeit zusammenbringen, wodurch eine bröselige Substanz entstand, das Knollenpulver.

Die ersten Pulvermühlen entstanden Anfang des 15. Jh. in denen größere Mengen auf einmal gemahlen werden konnten, um den erhöhten Bedarf anm Schießpulver zu decken. Dort wurde das Pulvergemisch bis zu 30 Stunden gestampft. Da da Gemisch im Zusammenhang mit Reibung hoch explosiv war, wurde während des Pulverisierens Flüssigkeit hinzugegeben. Dafür kamen Wein, Wasser, Essig, Branntwein oder auch Urin in Frage. Dennoch passierten viele Unglücke und Pulvermühlen flogen in die Luft. Später kamen die Walzmühlen auf, die in einer besonderen Weise gebaut waren, um die Explosionsgefahr zu verringern.

 

Das Pulvergemisch, später jede Zutat separat, wurde stundenlang fein zermahlen. Anschließend zu Pulverkuchen gepresst. Daraufhin wurde dieser wieder in grobe Stücke zerkleinert und in einer Körnmaschine zerrieben und gesiebt. Dann mussten die Pulverkörner noch getrocknet werden und mitunter wurden sie auch noch poliert.

Nun konnte das fertige Schießpulver in mit Zinnfolie ausgeschlagene Fässer verpackt werden. Die Fässer duften aus Sicherheitsgründen immer nur getragen, niemals gerollt werden. Sie wurden in trockenen Pulvertürmen oder -magazinen aufbewahrt.

 

Sehr viel später wurde dann die Schießbaumwolle (Nitrocellulose) oer auch das Sprengöl (mit Nitroglyzerin vermengte Schießbaumwolle) eingesetzt, die weniger Rauch entwickelten. Als Alfred Nobel Ende des 19.Jh. das Dynamit entdeckte, bedeutete das den Untergang des Berufes der Pulvermacher.

 


 

  • Flintenpulver
  • Kanonenpulver
  • Musketenpulver
  • Pistolenpulver
  • Sprengpulver
  • Jagdpulver
  • Kriegspulver
  • Militärpulver
  • Geschützpulver

 



 

Rezept:

6 Teile Salpeter
1 Teil Schwefel (Stangen- oder Brotschwefel)
1 Teil Lindenholzkohle

 


 

Technische Begriffe im Zusammenhang der Pulverherstellung:

Pulverstampfen - muldenförmige Tröge

Stampfbalken

Tiergöpel

Treträder

Wasserräder

Walzmühlen

Pulvermühle

Kollergänge

Körnmaschine

Trockenhäuser- Dörrstuben

Pulvermagazine

Pulvertürme

Pulverfabrik

Stampfmühlen

Mengtrommeln

 


 

Schießpulver - dtsch.

poudre à canon - franz.

gunpowder - engl.

 



 

 

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 24. Juni 2011 um 19:19 Uhr
 
Die Parfumeure PDF Drucken E-Mail
Samstag, den 09. April 2011 um 22:01 Uhr

Parfümerie Fragonard, Grasse

[per fumare = durchduften, durchdampfen, durchrauchen]

Verwendete Pflanzen und Pflanzenteile:

Beeren, Blätter, Blüten, Blütenknospen, Flechten, Früchte, Fruchtschalen, Harze, Hölzer, Kräuter, Nadeln, Rinden, Samen, Schoten, Stengel, Wurzeln, Zweige

 

Parfümpflanzen:

Agavengewächs Tuberose
Amberbaum: für Storaxbalsam
Bergamottbaum: für Bergamottöl
Bitterorangenbaum: für Neroliöl, Petitgrainöl
Cassi-Strauch
Jasmin
Lavendel
Limetten
Mandarinen
Moose von Eichen, Fichten, Kiefern: für Absolue
Myrte
Nelkenbaum: für Nelkenöl
Patschulistrauch: für Patschuliöl
Pelargonie: für Geraniumöl
Rosengewächse: für Rosenöl
Rosmarin
Ruchgräser: für Lemongrasöl, Palmarosaöl, Zitronelöl
Schwertlilie: für Iriswurzelöl, Veilchenwurzelöl
Thymian
Veilchenblätter
Ylang-Ylangbaum: für Ylang-Ylangöl
Zimtstrauch: für Zimtblätteröl, Zimtrindenöl

verwendete tierische Teile:

Ambra: aus dem Darm Abgestoßenes des Pottwals
Castoreum/Bibergeil: Geschlechtssekret des kanadischen und sibirischen Bibers
Moschus: Geschlechtssekret des Moschushirsches
Zibet: Markierungssekret der weiblichen und männlichen Zibetkatze

 


 

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 13. Mai 2011 um 14:43 Uhr
 
Die Plätterinnen PDF Drucken E-Mail
Samstag, den 09. April 2011 um 20:31 Uhr

Die Plätterinnen / Die Büglerinnen

 

Plätterinnen bügeln Wäsche, Frankreich 1910


 

 

 
Die Polarforscher PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 09. Februar 2011 um 22:24 Uhr

Polarforscher bei einer Expedition am Nordpol 1910 Admiral Cheyne's Plan den Nordpol mit dem Heißluftballon zu erforschen, 1880

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 28. März 2011 um 08:18 Uhr
 
Die Porzellanmaler PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 02. Februar 2011 um 22:29 Uhr

japanischer Porzellanmaler

 


 
Die Perückenmacher PDF Drucken E-Mail
Sonntag, den 23. Januar 2011 um 17:36 Uhr

Perückenmacher, Niederlande 1720 - Künstler: Jan LuykenPerückenmacher, 1865

 


 

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 28. März 2011 um 08:16 Uhr
 
Die Polizisten PDF Drucken E-Mail
Sonntag, den 23. Januar 2011 um 17:23 Uhr

Bobby - englischer Polizist mit Trillerpfeife, Oblatenbild um 1900 Bobby - englischer Polizist mit Schlagstock, Oblatenbild um 1900

  


Zuletzt aktualisiert am Montag, den 28. März 2011 um 08:14 Uhr
 
Die Papiermacher PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 29. Dezember 2010 um 20:33 Uhr

Papiermacher-Zunftwappen

Die ältesten Funde von Papier stammen aus China ca. 90 Jahre n.Chr. Den ersten Höhepunkt erlebte die Kunst der Papierherstellung in China  im 2. Jahrhundert n.Chr. Danach breitete sich diese Fertigkeit von dort über Ostasien allmählich bis nach Europa aus. Die erste deutsche Papiermühle wurde 1390 von Ulman Stromer in Nürberg in Betrieb genommen. Papier wurde bis ins 19. Jahrhundert ausschliesslich von Hand geschöpft. Als Rohmaterial dienten alte Lumpen (Hadern) aus Leinen, Hanf und Baumwolle.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 01. Juni 2011 um 16:19 Uhr
 
Die Postboten und Briefträger PDF Drucken E-Mail
Samstag, den 25. Dezember 2010 um 16:21 Uhr

Schweizer Postbote 1986 Briefmarke

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 28. März 2011 um 08:44 Uhr
 


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