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Der Beruf des Schäfers, bzw. Schafhirten, wie er früher genannt wurde - gehört zu den ältesten überhaupt, denn mit der Domestizierung von Schafen wurde schon vor ca. 100 000 Jahren in Kleinasien begonnen. Da Schafe Herdentiere und ausgesprochene Vegetarier sind, brauchte es Hirten, die mit ihnen von Weidefläche zu Weidefläche zum ausreichenden Grasen unterwegs waren, die Wanderschäferei ... und das hat sich bis heute nicht geändert. Treuester Gefährte des Schäfers ist der Hütehund, dessen Rasse je nach Region variiert. Er hilft, die Herde beieinander zu halten und warnt vor Gefahren.
Zum typischen Erscheinungsbild eines Schäfers gehört ein Hut mit oft sehr breiter Krempe, meist aus Filz gefertigt, und ein weiter Umhang oder Mantel. Beides zusammen bietet ihm einen zeltähnlichen Schutz vor Sonne, Wind und Regen. Mindestens seit 2000 Jahren gehört zum Schäfer auch einen spezieller Hirtenstab, der auch Schäferschippe genannt wird, weil sich am unteren Stabende ein kleines Schäufelchen befindet. Diese dient hauptsächlich dazu, giftige Pflanzen von der Weidefläche zu entfernen. Außerdem läßt sich damit behende mal ein wenig Erde werfen, um Schafe oder Hund zu ermahnen. Am oberen Ende befindet sich außerdem eine Art Fangschlinge, um ein Schaf am Hinterbein zu greifen - z.B. wenn eine Klauenkontrolle nötig ist.
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Die wandernden Schäfer legten oft sehr lange Strecken zwischen Sommer- und Winterweiden oder durch unbewohnte Gegenden zurück, dass sie nachts nicht immer in einem Bauernhof unterkamen. Ab dem 17. Jahrhundert kamen deshalb sogenannte Schäferkarren (teils auch Schlupfkarren genannt) als Schlafstatt zum Einsatz. Der Schäfern führte diesen entweder selbst per Maultier oder Esel mit sich oder die Bauern, deren Felder durch die Schafe gedüngt und gemäht wurden übernahmen den Transport.
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Was ein Schäfer alles können muss:
- wissen, wieviele Schafe zur Herde gehören und seine Tiere kennen
- aufpassen, dass keines verloren geht
- mit seinem Hütehund klarkommen und ihm eindeutige Hütekommandos vermitteln
- geeignete Weideflächen aussuchen
- wissen, welche Pflanzen für Schafe schädlich oder gar giftig sind
- die Tiere versorgen, wenn sie krank sind und ggf. Tierarzt anfordern
- notfalls einem Schaf beim Lammen helfen
- die Klauen der Schafe schneiden
- Schafe scheren, falls kein spezieller Schafscherer zur Hand ist
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