Die Schneider PDF Drucken E-Mail
Freitag, den 24. Dezember 2010 um 02:06 Uhr

klösterlicher Kleidermacher im Frühmittelalter - antike FederzeichnungBis zur Mitte des 12. Jahrhunderts wurde Kleidung meist in Klöstern hergestellt oder von der Familie selbst - erst dann kam der spezifizierte Beruf des Schneiders auf. Er gehört zu den handwerklichen Berufen der Textilverarbeitung. Aufgabe eines Schneiders ist, Textilien zu Bekleidung zu verarbeiten.

Schneiderinnen im Mittelalter

Der Schneidermeister hatte meist Gesellen und/oder beschäftigte Gehilfen, die vor allem nähten, dressierten und bügelten. In Frankreich unterschied man im Mittelalter den Schneiderberuf von dem des Nähers (Nähknecht) - aber auch anderswo  entstand die auftragsweise Zuarbeit von Männern wie Frauen, denen ausschließlich das Ausführung des Nähens nach Vorgabe obliegt.

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drei Schneider bei der Arbeit - 1568, HolzschnittDer Schneider und seine Gesehilfen - 1774, Kupferstich von Daniel Nikolaus Chodowieckialter Schneider aus Frankreich - Pont Labbe, 1918

Im 19. Jahrhundert fand eine Differenzierung in Damen- und Herrenschneider statt. Mit der Industrialisierrung entwickelte sich aber auch die Produktion der nicht individuellen 'Konfektion von der Stange' - die heutzutage meist an Billiglohnländern wie China delegiert wird. Als Antwort darauf enstanden im 20. Jahrhundert neue kreative Berufszweige wie Modedesigner und Modeschneider. Obgleich zahlenmäßig dezimiert, findet man aber auch immer noch die traditionelle Maßschneiderei, die auf besondere Ausführungs- oder Stoffwünsche, wie auch auf von Normgrößen abweichenden Maße individuell auf Kunden eingehen kann. Daneben gibt es auch sogenannte Änderungschneider, die keine Kleidung  neu herstellen, sondern lediglich abändern oder ausbessern ... desweiteren Lederschneider, die Lederkleidung nähen und Kürschner, die Pelze zu Kleidung verarbeiten.

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Schneider-Zunfzwappen altes Schild einer Schneiderin

alter indischer Schneider bei der ArbeitDas tapfere Schneiderlein - aus Grimm's Märchen

Schneider - Briefmarke BRD, 1986

.Schneider bei der Arbeit


Handwerkzeuge und Hilfsmittel der Schneider

Die traditionellen Handwerkzeuge des Schneiders sind von alters her
Nadel, Faden, Schere und Bügeleisen.

Schneider-Utensilien - Zeichnung nach Daga Littafingußeiserner Bügeleisenofen - um 1900

(a) Nähseide - (b)  Nähgarn - (c) Fingerhut - (d) Heft- o. Reihgarn
(e) Sicherheitsnadel
- (f) Nahtband - (g) Maschinennadel - (h) Näh-u.Stopfnadeln
(i) Nähkästchen - (j) Aufmaschnadel - (k) Stopfei - (l) Stopfpilz - (m) Schnittmuster
(n) Kopierrädchen - (o) Handschere - (p) Knopflochschere - (q) Stoffschere

(r) Scneiderkreide - (s) Schulterpolster - (t) Maßband - (u) Nadelkissen
(v) Stecknadeln - (w) Schneiderpuppe

Der Bügeleisenofen wurde
mit Holz oder Kohle beheizt.
Die Griffe der Bügeleisen
waren auswechselbar und
eine Numerierung der Eisen
garantierte, das jeweils
heißeste zu nehmen.






Schneiderelle (50cm)
Schneiderpuppe - um 1920


alte Stoffschere aus Solinger Stahl

Stoffschere



antikes Nähkästchen

Schneidermaßband (2m)
Maßband (2m)

Nähschule - Buch
Schneiderelle Schneiderpuppe Nähkästchen Fachliteratur

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antike Handkurbel-Nähmaschine, Fa. Singer

Ab etwa 1830 kamen Nähmaschinen auf
- anfangs mit Handkurbel, später mit Fußpedal -
und erleichterten die Näharbeiten.

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Schneider mit Stoff und Schere - kleine Holzfigur aus dem ErzgebirgeSchneiderin an der Nähmaschine - kleine Holzfiguer aus dem Erzgebirge

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Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 22. April 2011 um 22:24 Uhr
 

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