Die SpinnerInnen PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 05. Januar 2011 um 16:32 Uhr

junge Schwarzwälderin am Spinnrad - um 1900 Gruppenphoto von Spinnerinnen und Angestellten einer pfälzischen Manufaktur - 1911

Großmütterchen am Spinnrocken, Enkelin schaut beim Spinnen zu - 1938 syrische Spinnerin

in einer Spinnstube im Schwarzwaldjunge Spinnerin

Beim Spinnen wird das Garn für die Weber hergestellt. Das ist eine sehr aufwendige Arbeit und wird von daher heute in der "modernen Welt" nur noch als Hobby betrieben.

Will man sehr feinen Faden erhalten, muss die Wolle nach dem Scheren gekämmt werden. Dazu benötigt man eine Krempelbank oder Kartätsche. Die Wolle wird auf ein Kammbrett gelegt und mit einem zweiten abgezogen. Durch das Krempeln werden die Fasern der Wolle in eine Richtung gezogen. Je länger sie sind, desto fester ist der Faden dann.

 

Begriffe

  • krempeln, kartätschen = Wolle kämmen
  • Handkarde = der Begriff wurde von einer Distel mit Namen 'Weberkarde' abgeleitet, die mit ihren Widerhaken auch zum Kämmen der Wolle benutzt wurde - eine Art Kammbrett
  • Spindel
  • Spinnwirtel = Handspindel
  • Wirtel = Gewicht unten an der Handspindel, die die Spindel in Drehung hält
  • Spinnrad
  • Spinnrocken
  • Tretspinnrad = durch das Antreten mit dem Fuß in regelmäßigem Rhythmus wird das Spinnrad in Schwung gehalten
  • verdrillen = mehrere Fasern werden werden zu einem stabilen Faden verzwirbelt
  • Flockenmaschine = Krempelmaschine
  • Wollmühle = hier wird die Wolle gekämmt
  • Wollewickel = das sind die gekämmten Wolleballen
  • Garnhaspel = damit misst man den gesponnen Faden ab und bindet ihn zu Strängen
  • Drillierbank = auf diese Bank werden zwei bis drei Fadenspulen gesteckt und miteinander verzwirnt, so erhält man die Wollknäuel zum Stricken

 

 



 

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 14. April 2011 um 10:24 Uhr
 

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