|
Der Wagner - u.a. auch Stellmacher genannt - fertigt die benötigten Teile für verschiedene Wagen an (früher auch für Kutschen, Schlitten u.ä.). Er stellt Deichseln, Räder, Brücken und Gestelle aus Holz für die Wagen her, baut diese zusammen oder tauscht bei einer Reparatur defekte Teile gegen neue aus. In manchen Regionen gab es ursprünglich eine Trennung zwischen Radmacher, der ausschließlich Räder herstellte, und Stellmacher, der die Karrosseriegestelle und andere notwendige Teile produzierte sowie den Zusammenbau der Fuhrwerke bewerkstelligte, die sich aber im Laufe der Zeit verwischte.
Ende des 19. Jahrhundert, während des Eisenbahnbooms, erlangten die Wagner größere Bedeutung als Waggonbauer. Ebenso waren ihre Kenntnisse sehr gefragt beim späterhin einsetzenden Automobilbau.
Dieses Handwerk erfordert einen ausgeprägten technischen Verstand, handwerkliches Geschick sowie - ob der oft notwendig großen körperlicher Anstrengung - eine gesunde und kräftige Physis. Heutzutage ist der Beruf bei uns nahezu ausgestorben.
 
.
... auch dieser alte Beruf hat überaus viele Namensvarianten
- Juler
- Rader - Rädermacher - Radmacher - Radmaker - Roadmoaker - Ramaoker - Roda
- Stellmacher - Stellmaker - Stellmoker
- Temmermann
- Wachner - Wagenmacher - Wagemaker - Wagna - Wagner - Wähner - Wanger
- Weelmaaker - Wellmager - Wochner - Wogna - Wöjner - Wöner .


.
 
Werkzeuge der Wagner
Nabenbohrer, Säge, Feile, Beil, Hobel, Stemmeisen, Bohrer, Zirkel, Hammer, Raspel, Bohrwinde, Reifmesser, Felgenmesser, Schnitzbank, Drehbank, Radmacherbank, Stellmacherbock .
.
 |
... Wagenräder zweckentfremdet?
 |

.
|