Schreiner - Bautischler - Möbeltischler PDF Drucken E-Mail
Freitag, den 31. Dezember 2010 um 01:36 Uhr

Der Schreiner - mittelalterlicher HolzschnittDer Beruf des Schreiners ist der Berufsgruppe Holzbau respective Holzverarbeitung zugeordnet. Als Bauschreiner/-tischler stellt er Fenster, Türen, Treppen u.ä. her und als Möbelschreiner/-tischler Mobiliar und individuelle Einbauten. Eine besondere Spezialisierung stellt der Sargtischler dar.

Die Bezeichnung Schreiner, die sich vom Schrein ableitet und sich auf das Herstellen von Kisten, Laden und Truhen bezieht, verdängte ab dem 13. Jahrhundert den Begriff des 'Kistenmachers' oder auch 'Kistlers'.

Der Begriff des Tischlers ist tatsächlich vom überall gebräuchlichen Möbelstück Tisch abgeleitet. Er tauchte in seiner spezialisierten Form zuerst im 14. Jahrhundert in Breslau als 'Tischer' auf.

Tischler bei der Arbeit während sein Feinsliebchen am Fenster vorbeigeht - Künstler: P.Hey

 


in verschiedenen Dialekten:
  • Descher - Deschler - Discher - Dischler - Diskler
  • Schreina - Schreinar - Schrenger - Schrianer - Schrienar - Schriener -  Schringer -  Schrinner
  • Temmermann - Teschler - Tischer - Tischler

Tischler in der Werkstatt, 1820.


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niederländische Schreiner bei der Arbeit - 1750, Stich von Luyken Schreiner/Tischler-Zunftwappen mit Zirkel, Säge und HobelGoldmedaille - HOCH DIE TISCHLERKUNST - mit Zirkel, Winkel und Hobel

Schreinerwerkstatt, um 1800

Der Tischler - um 1880, aus Winckelmann's Handwerkerleben Schreinergeselle - um 1900, Glanzbild

Tischlerwerkstatt, NiederlandeTischler an ihrem Arbeitsplatz

Tischler an der Hobelbank mit Sägezwei Tischler mit Hobel und Säge, 1904

junger Möbeltischler

Die Schreiner von Eschelbronn, Gruppenfoto mit Werkzeugen - 1882 Schreiner mit Bügelsäge am Sägebock - Blechspielzeug



 


Schreinerwerkzeuge und Hilfsmittel

Bis zum Anfang der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts gab es  in den meisten Schreinereien keine Maschinen, alles wurde noch von Hand gemacht. Es gab nur Handsägen, Handhobel in verschiedenen Größen und mit verschiedenen Profilen, Handbohrer, Stechbeitel,  Schraubenzieher, Hammer und Beißzange, Schraub- und Leimzwingen (vornehmlich aus Holz). Verleimt wurden alle Möbel mit Knochenleim, der in einem Wasserbad erhitzt  und warmgehalten wurde. Erst nach 1930 kamen Hobelmaschinen, Kreis- und Bandsägen usw. in Gebrauch.

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(a) Hobelbank - (b) Werkzeugschrank - (c) Bügelsägen - (d) hölzerne Schraubzwingen - (e) Winkel
(f) Fuchsschwanz - (g) Vorbohrer (h) Stechbeitel - (i) Meßlehre - (j) Holzhammer - (k) Feilen
(l) Handbohrer - (m) Schraubenzieher - (n) Stichel - (o) Schmalhobel - (p) Langhobel - (q) Hobel
(r) Stichsäge - (s) Kneifzange - (t) Zirkel - (u) Hammer - (v) Holzböcke  

traditionelles Schreinerwerkzeug

Schreiner beim Sägen mit einem Fuchsschwanz an einem Holzbockgestell - Illustration

Fuchsschwanz

und Sägebock

drei verschiedene alte Hobel

diverse Hobel

Leimtopf mit Einsatz zum Warmhalten von Knochenleim

Leimtopf (unter den Einsatz
kam heißes Wasser)

 

Zollstock


Zollstock

(2m)

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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 22. Juni 2011 um 16:28 Uhr
 

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