Die Vogelfänger PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 21. April 2011 um 10:52 Uhr

Die Vogelfänger fingen Vögel allerlei Art. Vögel zum Essen, Vogel als Zierde und Singvögel. Den Beruf des Voglers, wie die Vogelfänger auch genannt wurden war schon in der Antike bekannt und findet man in vielen Teilen der Welt. Sehr bekannt dürfte uns dieser Beruf aus Mozart's Zauberflöte sein. In dieser Oper trällert Papageno sein lustige Vogelfängerlied, welches wie folgt beginnt:

"Ein Vogelfänger bin ich,
stets lustig, heißa, hopsasa.
Ich Vogelfänger bin bekannt,
bei alt und jung im ganzen Land...."

 

Equipment zum Vogelstellen

Vogelleim

Netze (Reusen, Vogelherde, Finkenherde)

Kästen

Käfige

Lockvögel

Ruten und Äste (virga)

Rohrstangen (harundo)

Schlaggarne

 

Das Fangen mit Netzen

Die Vögel wurden entweder durch s.g. Lockvögel in große Netzwände gelockt oder aber in die Reusen getrieben. Diese Fangart war auch in Deutschland sehr weit verbreitet.

 

Das Fangen mit Leim

Benutzte man die langen Rohrstangen zum Fangen der Vögel, so wurden diese mit Leim bestrichen, der aus klebrigem Beerensaft, z.B. aus Mistelbeeren, hergstellt wurde. Mit den Stangen wurden dann die Vögel berührt, so dass sie daran kleben blieben. Das hatte den Fachbegriff Dupfen oder auch Tupfen. Eine andere Möglichkeit bestand darin, ein Ästchen in Leim zu tunken und ihn zur besseren Tarnung zwischen die Zweige eines Strauches oder Busches zu stecken.

 

Fangen mit Kästen

Hierzu benutzte man kleine hölzerne Kästen, in der Art eiens Vogelkastens, an den man eine, an die man einen Schließmechanismus an der Öffnugn anbrachte, die sich, sobald der Vogel im Kasten war, verschloss. Damit saß der Vogel in der Falle.

 

Fangen mit Schlaggarnen

Die Schlaggarne waren kleine Fallen, die auf dem Boden ausgelegt wurden. Mithilfe von Mehlwürmern versuchte, man die Vögel zu ködern. Diese Vorgehensweise wurde vorallem für das Stellen von Nachtigallen angewandt.

 

Das Fangen mit Lockvögeln

Man benutze dazu männliche Vögel, versah sie zwischen ihren Feder mit leimbestrichenen Reisigen, band sie an eine lange Schnur und ließ sie andere Vögel anlocken. Das nannte man den Finkenstich. die anderen Fangweisen wurden mitunter mit der zur Hilfenahme von Lockvögeln kombiniert. So wurden in die Nähe von den Fallen Käfige mit eben den Lockvögeln aufgestellt.

 

 

 


 

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 24. Juni 2011 um 21:12 Uhr
 

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