Das Laufgitter PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 07. Juli 2010 um 16:38 Uhr

drei Knirpse im Laufgitter - 1926.

.

.

Das Laufgitter wurde anfänglich Laufstall genannt.
Da dies aber die Assoziation nahelegte, dass
kleine Kinder ähnlich den Tieren verwahrt würden,
setzte sich die Bezeichnung Laufgitter durch.

 

 

Das Neue Schul-Lehrbuch der Säuglingspflege von 1926 beschreibt es wie folgt:

Der Laufstall oder das Laufgitter besteht aus vier zusammenklappbaren Gitterwänden, gewöhnlich in Größe von 1,20 m im Quadrat, die überall aufgestellt werden können. Der Laufstall bewahrt das Kind vor Schaden und ermöglicht ihm zugleich bei seinen ersten Steh- und Gehversuchen volle Bewegungsfreiheit. Leider sind die käuflichen Gitter für viele Familien zu teuer; als Ersatz läßt sich die Kinderbettstatt benützen, aus der man untertags Matratze und Bettstücke herausnimmt und durch ein Stück Linoleum oder aneinandergefügte Bretter ersetzt. Darauf kommt ein waschbares Tuch.

Quelle: BK 7

.

modernes Laufgitter aus Holz stehendes Baby im Laugitter, sich am Gitter haltend

.

Das Laufgitter gewährt den Kleinkinder mehr Freiraum als in einem Lauflerngestell oder einem Babybett. Größter Gewinn ist, dass sich die Kleinen - zu ihrer Freude und zur Förderung ihrer Motorik - eigenständig hochziehen, aufrichten und Laufen üben können, während sie sich am Gitter festhalten.

Im Vordergrund steht aber auch hier die Sicherheit und Verwahrung des Kindes. Denn wie jeder weiß, ist man ständig auf Trab und kaum eine Hand frei hat, wenn der Nachwuchs wach ist. Für kurze elterliche Verschnaufpausen oder wenn Hausarbeit oder sonstiges zu erledigen ist,  ist ein Laufgitter also durchaus sinnvoll. Dennoch sollte nicht zur Gewohnheit werden, das Baby nur noch im Laufgitter unterzubringen.
Aufgestellt weden soltte das Gitter stets in Sichtweite, und nicht etwa in einem nicht einsehbaren Nebenraum. Da leicht transportabel, ist das ja auch gut möglich - einige moderne Modelle haben zu diesem Zweck auch Räder unten dran.
Pädagogen empfehlen außerdem, nicht von außen durch's Gitter mit den Kleinen zu spielen, um beim Kind nicht das Gefühl des Eingesperrtseins zu erzeugen. Wenn man sich spielend einem Kind widmet, hat es ja ohnehin volle Aufmerksamkeit, so dass Verwahren im 'Ställchen' nicht erforderlich ist.

.

stehendes Baby in einem modernen ovalen Laufgitter ....modernes achteckig-ovales Laufgitter

.

Neben der klassischen Viereckform gibt es heute auch mehreckige oder runde Laufgitter. Die in den 1990ern aufgekommenen Netzlaufgitter eignen sich eher nur für die ganz Kleinen, da die Stäbe zum Hochziehen fehlen. Da leicht zusammem faltbar und gut im Auto zu verstauen, sind sie allerdings sehr praktisch, wenn's auf Reisen geht - nicht zuletzt eignen sie sich zugleich als Reisebettchen.

.

.........................zwei moderne Netzlaufgitter

.

 

 

 

 

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 31. Juli 2011 um 20:22 Uhr
 

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

Lesen Sie weiter...