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Montag, den 30. August 2010 um 23:36 Uhr |
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So einzigartig und unverwechselbar jedes Baby vom ersten Tag an ist, gibt es doch differenzierende Gemeinsamkeiten, was das Verhalten beim Stillen anlangt. Der Geburtshelfer Professor Dr. Friedolf Peters aus Mainz hat nach jahrelanger Beobachtung Säuglinge gemäß ihres Trinkverhaltens in fünf verschiede Typen unterteilt:
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Die Aufgeregten ...
sind diejenigen Säuglinge, die sich beim Stillen sehr hektisch verhalten. Abwechselnd suchen sie mal rechts, mal links nach der Brust. Mit den Lippen versuchen sie die jeweilige Brustwarze zu fassen zu kriegen, geben aber gleich wieder auf und beginnen zu weinen. Manchmal ist es besser, sie erst mal wieder von der Brust zu nehmen und beruhigend auf sie einzuwirken, bevor man sie wieder anlegt. Die Aufregung dieser kleinen Hektiker beim Trinken legt sich aber meist nach den ersten Wochen.
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Die Zauderer ...
sind die Babys, die während ihrer ersten Lebenstage kaum dazu zu bewegen sind, an der Brust zu saugen. Man könnte meinen, sie warteten ab, bis die Milch von alleine stärker fließt. Es sei wichtig, diesen Still-Typ nicht zum Weitertrinken zu drängen, wenn sie nicht mehr mögen. Nach ersten zögerlichen Tagen fangen meist auch die kleinen Zauderer richtig zu trinken an, als hätten sie sich besonnen. Dann holen sie auf und gedeihen ebenso gut wie die gleich Entschlossenen.
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Die Genießer ...
lieben das Nuckeln und Lutschen an den Brustwarzen offensichtlich sehr. Bevor diese kleinen Gourmets zu saugen anfangen, kosten sie jeweils erst etwas von der Milch, begleitet von genüßlichem Schmatzen. Das Vorkosten nimmt meist etwas Zeit in Anspruch. Wehe aber, wenn man ihnen dies nicht gönnt - dann werden sie nämlich sehr ärgerlich und fangen zu schreien an. Lässt man sie gewähren, haben die kleinen Genießer am nachfolgenden Saugen und Trinken ebenso Spaß.
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Die Träumer ...
verlangen ihren Müttern besonders viel Geduld ab. Nach kurzer Trinkaktivität folgt sogleich eine Ausruhphase. Irgendwann geht es weiter, so sie nicht eingeschlafen sind. Sanftes Erinnern ist okay, Drängen aber führt dazu, dass sie unleidlich werden und das Saugen einstellen. Tipp: nach einer 1/2 Std. abbrechen und die nächste Mahlzeit etwas früher gewähren, wenn sich das nicht genügend gesättigte Bäuchlein meldet. Allmählich lernen auch Träumerchen, beim Trinken länger durchzuhalten.
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Die Barrakudas ...
kennen kein Zögern und Zagen - sofort schnappen sie zielstrebig nach einer Brustwarze und saugen energisch und konzentriert 10 bis 20 Minuten am Stück. Manchmal mit soviel Kraft, dass es der Mutter regelrecht weh tut. Die Brustwarzen brauchen dann besondere Pflege, härten durch das kräftige Saugen aber auch ab, so dass das Stillen bald nicht mehr so weh tut. Die Saugleistung dieser Babys befördert außerdem eine gute Muttermilch-Produktion; Stolz über so kräftigen Nachwuchs inklusive.
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Eine 100%ige Zuordnung zu einem dieser Typen ist weder immer möglich, noch nötig - es gibt selbstverständlich auch Mischtypen. Von Vorteil ist aber auf jeden Fall, die Trinkgewohnheiten des eigenen Kindes zu erkennen und sich darauf einzustellen. Von Zwang hingegen oder Versuchen, das Baby auf einen anderen Typus zu trimmen, ist dringlichst abzuraten - zeitigen würde es einzig Unruhe und Frust bei Mutter und Kind.
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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 01. Dezember 2010 um 01:45 Uhr |