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Schwangerschaft und Geburt bei den San Blas in Panama |
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Die San Blas klären ihre Kinder bezüglich der Sexualität nicht auf und versuchen so gut es geht, ihnen die sexuellen Vorgänge zu verheimlichen. Nicht selten kommt es vor, dass junge Paare keine rechte Vorstellung von der Anatomie des Partners, geschweige denn, der Zeugung eines Kindes haben. So werden die Frauen oft schwanger, ohne sich die Zusammenhänge erklären zu können. Es kann auch passieren, dass Paare eine längere Zeit ungewollt kinderlos bleiben und der Mann die Frau beschimpft, da sie ihm keine Kinder schenkt.
Es gibt einen Menge an Geburtsbräuchen, um die Kinder vor Gefahren zu schützen. Das ist damit zu erklären, dass die San Blas eine sehr große Angst vor jeglichen Krankheiten haben. Besonderns die Entbindung ist diesbezüglich eine empfindliche Situation; nicht zuletzt weil es heißt, dass jede dritte Frau im Kindbett stirbt.Rückt die Stunde der Geburt heran, legt sich die Schwangere in eine Hängematte, in die ein Loch geschnitten wurde. Außer der Hebamme befindet sich niemand bei der zukünftigen Mutter. Unter dem Loch befindet sich ein mit Seewasser gefülltes Kanu, in welches das Kind nach der Geburt hineinfällt. Falls das Kind Fieber bekommt setzen es die San Blas dem kalten Wind aus oder behandeln es mit kalten Wassergüssen, damit das Kind nicht an der Hitze des Fiebers stirbt.
Vgl. Primitiver Völker heute, Edward Weyer, Bertelsmann Verlag, 1959, S.79
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