Pubertät


Masturbation in der Kindheit PDF Drucken E-Mail
Sonntag, den 17. Oktober 2010 um 21:56 Uhr

Masturbation im Kindes- und Jugendalter

 

aus: Nervosität und Mädchenerziehung in Haus und Schule von 1890:

"...Wir müssen hier zunächst einer Erschütterung des Nervensystems gedenken, welche zwar von Perlman nicht erwähnt, die aber nach den Urteilen andrer namenhafter Ärzte im jugendlichen Alter bei häufiger Wiederholung nicht ohne nachteilige Folgen bleibt, besonders im Falle sie bei nervös veranlagten Kindern stattfindet. Wir meinen die Masturbation. Mütter und Erzieherinnen, welche ob dieses Wortes hier erschrecken, mögen sich damit trösten lassen, daß Mädchen im allgemeinen diesem Übel wenig ergeben sind; sogar in Instituten (welche für Knaben oft wahre Brutstätten bilden) tritt es verhältnismäßig selten auf. Der Trost soll aber keineswegs Sorglosigkeit bewirken, vielmehr ist die allergrößte Wachsamkeit am Platz, und zwar von der frühester Jugend an. Curschmann und Fürbringer haben Masturbation bei Kindern im Alter von vier bis fünf Jahren beobachtet; nach Baginsky kommt sie oft schon bei Säuglingen vor. Daraus ergiebt sich, daß die keineswegs immer eine Folge der Verführung ist. Oft liegen Reize im Centralnervensysteme zu Grunde, welche die Hand unbewußt führen. In solchen Fällen empfiehlt es sich stets, den Arzt zu Rate zu ziehen...


Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 04. Dezember 2010 um 21:24 Uhr
 


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