| ... auf dem Eis |
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| Freitag, den 12. November 2010 um 22:24 Uhr |
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Schlittern
Auf der Schlitterbahn
Die Schul' ist aus, nun geht es los, Hurrah, das geht als wie der Wind, Und fallen wir auch manchmal hin,
Der unglückliche Eislauf "Mütterlein, darf ich mit der Schwester spazieren gehen? Es ist so schönes, klares Frostwetter", sagte Hans zu seiner Mutter. - "Ja, mein Kind", erwiderte diese, "aber geht nur nicht auf das Eis; es ist gewiß noch nicht fest genug. Hört ihr Mädchen, laßt euren Bruder nur nicht auf das Eis gehen." Alle drei versprachen der Mutter, ihren Worten zu folgen. Rasch machten sich die Kinder zurecht, Hans mit seinen beiden Schwestern Sophie und Emma, und fröhlich zog die kleine Schar hinaus und wanderte über die schneebedeckten Wege. - Bald kamen sie an einen kleinen Teich, der mit spiegelblankem Eise bedeckt war.
Aber die Mädchen hielten fest und zogen den Bruder zurück, und Hans zog nach der andern Seite und so zerrten sie hin und her. Auf einmal glitt Hans aus und fiel jämmerlich hin und streckte die Beine in die Luft; die beiden Schwestern aber fielen darüber auch hin und da lagen sie alle drei. Das wa ein lieblicher Gesang, den die Kinder da anstimmten, als sie bei einander auf dem Eise lagen! Zum Glück hielt das Eis, aber als Hans aufstehen wollte, schmerzte ihn sein rechtes Bein so, daß er laut aufschrie und kaum auftreten konnte und die Hosen waren dabei aufgeplatzt. - Die beiden Mädchen waren mit dem Schrecken davon gekommen. Sie führten den armen Bruder, der elend hinken mußte, nach Hause. "Siehst du, Hans", sagte Sophie, "so geht's, wenn man ungehorsam ist." Mühsam und unter Thränen kam die kleine Gesellschaft, die so lustig und wohlgemut ausgezogen war, endlich nachhause. Dem kleinen Hans war dabei gar nicht wohl zumute. Die Mutter merkte gleich, was vorgefallen war und sah den Schaden an den Hosen. Die Mädchen mußten erzählen, wie alles sich zugetragen hatte und Hans stand ganz beschämt dabei und wagte seine Augen gar nicht aufzuschlagen. "Siehst du, Hans", sagte die Mutter, "so geht es, wenn die Kinder ihren Eltern nicht folgen! Es geschieht dir ganz recht, daß du nun den chmerz aushalten mußt, und du kannst Gott danken, daß du nicht den Arm oder Bein gebrochen hast. Ich bin recht betrübt über dich." - Der Vater aber, dem die ganze Geschichte nicht verborgen bleiben konnte, nahm seinen kleinen Sohn mit sich in die Stube. Mit Angst und Zittern hörten die kleinen Mädchen etwas flatschen und den Bruder jämmerlich weinen. Was aber dort in des Vaters Stube eigentlich vorgegangen ist, hat Hans keinem Menschen erzählt, auch den Schwestern nicht. Aber die beiden konnten sich doch sehr wohl denken, was es gegeben hatte und merkten sich die Geschichte für alle Zeit. Hans mußte einige Tage in der Stube bleiben, weil sein Bein ihn sehr schmerzte und er gar nicht gehen konnte. Betrübt saß er am Fenster und sah seine Kameraden fröhlich mit Schlitten und Schlittschuhen hinausziehen auf das Eis, das durch einige kalte Nächte ganz fest geworden war. - Ich denke, Hans hat sich die Sache gemerkt und ist nicht wieder ungehorsam gewesen, denn er war recht ernst bestraft für seine Unfolgsamkeit. Ich hoffe, daß auch die jungen Leser dieser kleinen Geschichte sich merken, wie es Hans ergangen ist; das wird ihnen sicher nützlich sein. Qulle: BK 10
Schlittschuhlaufen
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| Zuletzt aktualisiert am Montag, den 30. Januar 2012 um 03:40 Uhr |