Schiefertafel und Griffel PDF Drucken E-Mail
Freitag, den 05. November 2010 um 19:39 Uhr

Schreibtafeln für die Schüler

 

alte Schiefertafeln kariert und liniert, mit SchwämmchenNoch bis Mitte der 60er Jahre des 20.Jh schrieben und rechneten Schüler der unteren Jahrgänge in Deutschland mit Schreibgriffeln auf Schiefertafeln, die zumeist auf einer Seite mit Schreiblinien und auf der anderen Seite mit Karos versehen waren.
Da Tafel und Griffel die gleiche Härte hatten, wurden beim Schreiben feine Spuren in die Tafel gezogen, die wegen des Materialabriebs grau erschienen. Durch Abwischen mit Wasser konnten diese wieder beseitigt werden, aber nach längerem Gebrauch wurde die Tafeloberfläche immer rauher.

 

Schiefergriffel aus dem 15.Jh.


Die Griffel waren meist runde (manchmal auch vierkantige) massive Stifte von 4–6 mm Durchmesser aus sogenanntem Griffelschiefer. In der Regel waren sie mit einer oder mehreren Lagen bunten Papiers umwickelt. Sie wurden im Griffelkasten (mancherorts auch Griffelbüchse genannt) aufbewahrt und transportiert.

Griffelkasten aus Holz mit Griffel

Das Schreiben mit Schiefergriffeln erforderte ziemlich viel Druck und zeitigte unangenehm quitschende Geräusche.
In den 50er Jahren verbreiteten sich deshalb Griffel, die ähnlich wie ein Bleistift aufgebaut waren. Die von Holzhüllen umgebenen Minen wurden aus verschiedenen pulverförmigen Materialien (z.B. Kreide) mit Bindemitteln gepresst. Sie ließen sich einfacher anspitzen und das Schreiben ging viel leichter. Wegen ihrer Weichheit wurden sie in Schülerkreisen Milch- oder Buttergriffel genannt. Im technischen Sinne waren das allerdings keine Griffel mehr, da sie die Tafeln nicht mehr ritzten, sondern Material von der Mine als Abrieb auf der Tafel hinterließen.

 

Schiefertafel mit so genanntem Milchgriffel

 

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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 06. Dezember 2010 um 17:29 Uhr
 

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