| Die Glückshaube |
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| Samstag, den 04. September 2010 um 01:35 Uhr |
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aus dem Wörterbuch des deutschen Volksglauben, 1974: [...] Glückshaube, der pileus naturalis der Antike. Wenn bei der Geburt die Embryonalhaut (Wehmutterhäublein, Kindsnetz; amnium) oder ein Stückchen davon am Kind hängen bleibt, ist dies wie alles Ungewöhnliche von besonderer Vorbedeutung. Das Kind wird tapfer (Bez. der Glückshaube als Helm in nordischen Ländern als Siegerhaube), reich und glücklich (Glückshaut, Glückskäppele). Bei A.v.Chamisso singt 'Hans im Glück': 'Alles, alles trifft mir ein, muß ein Sonntagskind wohl sein und auf Glückeshaut geboren.' Auch dem, der etwas von der Glückshaube im Kleid eingenäht trägt, bringt sie Glück. Hebammen entfernten deshalb zuweilen heimlich die Glückshaube und verhandelten sie. Die Glückshaube hilft vor Gericht und zum Festmachen gegen Hieb und Stich. Ähnlicher Glaube begleitete auch mlat. secundina, das im frühen nhd. mit kindfel, (kinds)bürdlin übersetzt wurde. Die heute geläufige Bez. Glückskind meinte ursprünglich das unter einer Glückshaube geborene Kind. [...]
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| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 13. April 2011 um 23:50 Uhr |