Geburt durch Kaiserschnitt PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 26. Oktober 2010 um 14:17 Uhr

Woher kommt dieses Bezeichnung?

Der Kaiserschnitt hat seinen Namen aus der römischen Geschichte. Caesar, aus seinem Namen ist 'Kaiser' geworden, wurde einer Prophezeiung gemäß nicht wie alle Welt durch die Scheide geboren, sondern aus dem Leib seiner Mutter 'geschnitten'.
In vergangenen Zeiten bedeutete das meist den Tod der Mutter, es war eine Verzweiflungstat, um wenigstens das Kind zu retten. Heute ist der Kaiserschnitt ein Routine-Eingriff, medizinisch sicher für die Mutter und lebensrettend für viele Babys. [...]

Quelle: SG4

 


 

Ein Kaiserschnitt ist also ein operativer Eingriff, bei dem das Baby über einen Bauch- und Gebärmutterschnitt entbunden wird - deshalb wird er auch manchmal Schnittgeburt genannt, die medizinische Bezeichnung ist 'Sectio Caesarea'. Der operative Eingriff dauert in der Regel 30 bis 60 Minuten.

.

[...] Uber einen Haut-Fascien-Querschnitt oberhhalb der Schamhaarlinie sowie Längsöffnung tieferer Muskel- und Bauchfellschichten erreicht man die Gebärmutter. Sie wird weit unten quer geöffnet. Mit der Hand umgreift der Arzt den vorangehenden Körperteil des Kindes, Po oder Kopf, lenkt ihn bei gleichzeitigem Druck von außen und oben (in der Narkose hat die Mutter keine Wehen) keine Wehen) durch die Schnittöffnung hervor und zieht das ganze Baby heraus. Es wird sofort abgenabelt und in die Arme der  mit einem Tuch bereitstehenden Hebamme gelegt. Von ihr, und je nach Situation eventuell von Ärzten, wird es dann versorgt. Geht es ihm gut,legt man es, sobald als möglich, in die Arme der Mutter.

Ist es kein eiliger Kaiserschnitt, sondern ein geplanter, kann die Mutter mittels Periduralanästhesie die Geburt im wachen Zustand miterleben. [...] Diese schaltet das Schmerzempfinden im Operationsbereich und darunter aus. Die Frau bleibt wach, hat aber keine Schmerzen. [...]

Quelle: SG4

.

Unmittelbar nach der Entnahme des Baby und Durchtrennen der Nabelschnur beginnt sich Gebärmutter zusammen zu ziehen. Der Mutterkuchen (Plazenta) wird daraufhin herausgelöst und die Gebärmutter und die einzelnen Bauchschichten werden vernäht. Nach der Operation verbleibt die Mutter für ca. 2 weitere Stunden zur Überwachung im Kreißsaal. Nach drei bis acht Tagen Klinikaufenthalt können Mutter und Kind bei Normalverlauf nach Hause entlassen werden.

 


 

.

In erster Linie wird ein Kaiserschnitt aufgrund bestimmter medizinischer Indikationen vorgenommen. Dazu gehören u.a. eine ungünstige, meist Querlage des Kindes ... wenn die Beckenkonstitution der Mutter normales Gebären verhindert ... auch Mehrlingsgeburten werden häufig per Schnitt durchgeführt. Schwangere werden ärztlicherseits rechtzeitig auf ggf. vorhandene Indikationen für einen notwendigen Kaiserschnitt untersucht. Natürlich kann es auch unvorhergesehen während einer Normalgeburt zu akuten Komplikationen kommen, die einen Notkaiserschnitt erfordern - so gesehen ist Frau bei einer Geburt innerhalb einer Klinik immer auf der sichereren Seite. Jede Schwangere ist aber auch ohne vorliegende Notwendigkeit berechtigt, einen Kaiserschnitt auf Wunsch durchführen zu lassen.

.

Als kleiner oder leichter Kaiserschnitt wird eine neue Methode nach 'Misgav-Ladach' bezeichnet. Dabei wird nur die oberste Bauchdeckenschicht per Schnitt geöffnet. Die Eröffnung der tieferen Schichten erfolgt lediglich durch Dehnung mit den Fingern. So werde weit weniger Gewebe verletzt, die Heilung der Schnitt- und Rissstellen verlaufe schneller und der Eingriff selber sei mit weniger Risiken verbunden.

.

 

 

 

 

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 15. Mai 2011 um 21:50 Uhr
 

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

Lesen Sie weiter...