| Die Saugglockengeburt |
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| Montag, den 09. Mai 2011 um 22:38 Uhr |
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Eine Saugglocke wird zur schnelleren Beendigung einer Geburt dann eingesetzt, wenn sich das Kind bereits weit im Geburtskanal befindet, aber nicht weiterkommt. Auch wenn die Herztöne des Kindes schwächer werden oder die Mutter stark geschwächt und sonst irgenwie Eile geboten ist, kann ein solches Nachhelfen erforderlich sein. . Die Saugglocke wurde in den 1950er-Jahren in Skandinavien als Alternative zur Geburtszange entwickelt. Es handelt sich um eine Metall- oder Hartgummiglocke und ist etwas einfacher zu handhaben als eine Geburtszange, außerdem ermöglicht sie zusätzlich ein ggf. notwendiges Drehen des Köpfchens. Sie besteht aus einer schalenförmig abgeflachten Glocke, einem Saugschlauch und einem Zugkettchen. Das Gerät wird über die Scheide eingeführt und am Hinterhaupt des Köpfchens mittels langsamen Aufbaus eines Vakuums (Unterdruck) über den Schlauch festgesaugt - deshalb wird sie auch oft auch als Vakuumglocke bezeichnet. Synchron mit den mütterlichen Presswehen wird jeweils ein leichter Zug über das Kettchen ausgeübt bis das Köpfchen ganz geboren ist. Danach wird das Vakuum langsam wieder abgebaut und die Saugglocke entfernt. Die Geburt des restlichen Körpers, die allgemein leichter und schnell von statten geht, wird auf normale Weise beendet.
Nach einer Sauglockengeburt - medizinisch Vakuumextraktion genannt - weist das Köpfchen des Neugeborenen eine durch die Vakuumglocke hervorgerufene Verformung auf. Diese stellt aber keine Gefährdung des Kindes dar und verschwindet meist schon nach einigen Stunden von selbst.
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| Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 12. Mai 2011 um 19:43 Uhr |