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Donnerstag, den 14. April 2011 um 20:58 Uhr |
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Wassergeburten sind keine neumodische Erfindung ... belegte Spuen reichen zurück bis ins alte Ägypten. Gegeben haben wird es sie vermutlich schon früher, denn z.B. bei noch in die Natur integriert lebenden Indianervölkern in Mittelamerika und Neuseeland gab und gibt es sie durchgängig bis heute. In Europa wurden die ersten Wassergeburten ab 1803 in Frankreich praktiziert.
Für eine Wassergeburt begibt sich die Gebärende in unseren Breiten heute in eine speziel dafür entwickelte Geburtswanne mit warmem Wasser. Das auf konstanter Temperatur gehaltene warme Wasser vermindert das Körpergewicht der Frau und fördert Wohlbefinden und Entspannung. Dadurch soll die Geburt für Mutter und Kind stressärmer, leichter und schneller von statten gehen.
Da Wehen besser toleriert werden brauchen Gebärende in der Regel keine Schmerzmittelgabe - falls doch oder wenn unvorhergesehene Komplikationen auftreten wird die Geburt außerhalb der Wanne fortgesetzt. Nach einer Wassergeburt können Frauen die Klinik meist früher verlassen als nach traditioneller Geburt und auch die postnatale Blutungen im Wochenbett lassen allgemein schneller nach.
Video von einer Wassergeburt
In Fällen von zu erwartenden Komplikationen - wenn sich beispielsweise das Kind nicht in die richtige Lage gedreht hat (wie bei Steiß- oder Schulterlage) - raten Ärzte begründetermaßen von einer Wassergeburt ab. Im Falle eines Notfalls würde sonst ggf. zu viel Zeit verstreichen, ehe akut notwendige, fachgerechte Maßnahmen ergriffen werden können.
Nachdem über ein Jahrhundert in Europa die Wassergeburt eher eine Seltenheit darstellte, boomte dieser Trend ab den 1960er Jahren enorm. Von den Frauen, in deren Nähe eine Möglichkeit zur Wassergeburt besteht, entscheiden sich etwa 30 bis 50% für eine solche. Im Jahre 2002 waren etwa 10% aller Geburten in Deutschland Wassergeburten.

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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 19. April 2011 um 20:36 Uhr |