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Donnerstag, den 14. April 2011 um 20:50 Uhr |
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Die Erstversorgung des Neugeborenen um 1900
[…] Vor allem wurde sein Geschlecht festgestellt. Nun wurde es gebadet, gewaschen und gesäubert.
Zum ersten Bade wurde Wasser mit Milch oder auch mit Pfirsichblütsaft oder Holdermuß oder einer Abkochung von der grünen Rinde des Weidenbusches genommen. Es wurde auch die erste Milch der Wöchnerin oder ein frisches Ei, das Symbol der Fruchtbarkeit, ins erste Bad gegeben. Manchen Orts legte der beglückte Vater seinem 'Ehezweiglein' eine größere Silbermünze ins erste Bad, damit es dem Kinde später nicht 'am Notwendigsten' fehle und die Hebamme eine kleine Entschädigung für ihren Beistand bei der Geburt hatte.
Danach sollte man das Kind einwickeln und es, ehe es etwas zu sich genommen, 'zu der Mutter legen in ihr Bett, zu ihrer linken Seiten, gegen dem Herz der Mutter: denn als etliche meinen, sie alle Krankheiten von dem Kinde natürlich an sich nimmt und zieht, das denn ohne Schaden durch den Fluß aus ihr getrieben und wiederum ausgeführet und gereinigt wird'. […]
Quelle BK12
 
 

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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 19. April 2011 um 22:56 Uhr |