| Das Männerkindbett |
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| Mittwoch, den 06. Oktober 2010 um 21:37 Uhr |
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... auch als Couvade (franz.) bekannt. In einigen Kulturen legt sich der frisch gewordene Vater nach der Geburt ins Bett und ahmt das Wochenbett der Wöchnerin nach.
aus dem Wörterbuch der deutschen Volkskunde, 1974: Verwendung des Begriffes 'Männerkindbett' [...] Im deutschen Brauch finden wir nur schwache Spuren des Männerkindbetts. Die Wöchnerin verkleidet sich mit Jacke oder Hut des Mannes, wenn sie die ihr sonst gezogenen Grenzen des Aufenthaltes überschreiten will, oder sie schützt sich mit Gegenständen des Mannes. [...]
Verwendung des Begriffes 'Männerkindbett' [...] Bei der Niederkunft läßt sich der Mann die Knie binden, nimmt die Gebärende auf den Schoß oder betet. Diese Spuren wird man am ehesten mit Tylor als sympathetische Magie oder als apotropäisch erklären dürfen. Psychologische und ethische Beweggründe (der Mann soll mitleiden, die Zeugungsgemeinschaft soll zum Ausdruck kommen) sind kaum ursprünglich, wenn sie auch heute näher liegen mögen. Bei fremden Völkern (Südamerika, Primitive), wo die Couvade ausgeprägt vorkommt, wird sie als Ankündigung und Zeugnis der vaterrechtlichen Kultur aufgefaßt. Die Bezeichnung Männerkindbett ist hier [nicht ganz] zutreffend, da primitive Völker auch das Kindbett der Frau nicht in unserem Sinne kennen. [...] siehe auch: bei den Arunta n Australien
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| Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 14. April 2011 um 00:44 Uhr |